Bericht zur Generalversammlung

Mitglieder der Raiffeisenbank Aulendorf stimmen einer Fusion mit großer Mehrheit zu

Jetzt sind die Mitglieder der Raiffeisenbank Bad Schussenried am kommenden Dienstag gefragt

In einer fast vierstündigen Versammlung haben sich die Mitglieder der Raiffeisenbank Aulendorf am Montag für einen Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Bad Schussenried ausgesprochen. Bei dieser Abstimmung stimmten lediglich zwei der 90 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dagegen. Vorausgegangen sind teilweise sehr leidenschaftliche Appelle von Vorstand und Aufsichtsrat an die anwesenden Mitglieder. Wegen Corona-Vorgaben fand die ordentliche Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2020 in der Grundschulsporthalle statt. Die Fusion kann erfolgen, wenn auch die Mitglieder der Raiffeisenbank Bad Schussenried am Dienstag, 27. Juli mit einer erforderlichen Mehrheit von mindestens 75 Prozent zustimmen.

Nachdem im vergangenen Jahr mit allen benachbarten Genossenschaftsbanken Sondierungsgespräche über einen Zusammenschluss geführt wurden, stand für Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Aulendorf fest, dass ein Zusammengehen mit einer größeren Bank nicht erstrebenswert ist. Norbert Gaisbauer, seit 30 Jahren Vorstand der Bank wörtlich: „Wir haben nicht nach der einfachsten Lösung gesucht, schon gar nicht nach einer Lösung, die nur unter betriebswirtschaftlicher Betrachtung am bequemsten wäre. Die so vereinigte Bank mit dem Namen Raiffeisenbank Bad Schussried-Aulendorf eG bleibt eine ortsbezogene Bank mit Sitz in Aulendorf. Wir decken zukünftig ein überschaubares Geschäftsgebiet ab, das von den Standorten Ingoldingen, Bad Schussenried und Aulendorf in direkter Nähe zu unseren Kunden betreut wird“.

Den Verschmelzungsvertrag stellte Alfred Eiberle, seit Mai 2021 Interimsvorstand der Raiffeisenbank Aulendorf, vor. Eine Neubesetzung war hier erforderlich, da der bisherige Vorstand Karl-Heinz Gropper zum Jahresende 2020 zur Abtsgmünder Bank wechselte. Der Verschmelzungsvertrag sagt aus, dass die Raiffeisenbank Bad Schussenried als übernehmende Bank fungiert. Deshalb gilt für jedes Mitglied der Raiffeisenbank Aulendorf dann die Satzung der Raiffeisenbank Bad Schussenried. Folglich verändert sich die Höhe eines Geschäftsanteils von bisher 50 Euro auf 200 Euro. Die vereinte Bank soll dann von den Vorständen Reinhold Rehm, Norbert Gaisbauer und Bruno Boos verantwortlich geführt werden. Zur jährlichen Generalversammlung wird dann jeweils im Wechsel der beiden Standorte eingeladen. Eiberle informierte die interessierten Mitglieder, dass die Fusion nach der Zustimmung der Raiffeisenbank Schussenried rückwirkend ab 1. Januar 2021rechtskräftig sei. Die technische Zusammenführung beider Banken erfolge von der Rechenzentrale aber erst am 6. November 2021. Ab diesem Zeitpunkt gilt dann eine neue IBAN für alle Kunden der Raiffeisenbank Aulendorf. Es sei aber dann keine Eile geboten, da die neue Bank noch etwa zwei Jahre automatisch die bestehenden Daten erkenne.

Vor der Abstimmung per Stimmkarte verlas Wirtschaftsprüfer Mathias Juhl vom Baden-Württembergischen Genosssenschaftsverband ein fünfseitiges Prüfungsgutachten im Wortlaut. Neben vielen positiven Aspekten wird hier doch zusammenfassend festgestellt: „Sowohl die übertragende als auch die übernehmende Genossenschaft sind insbesondere durch eine unzureichende Ertragslage im Bankgeschäft sowie eine unterdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet. Bei einer sehr regen Diskussion der Mitglieder, welche die meisten einen positiven Grundton zur Fusion zeigten, ging es vor allem um das in Folge rückläufige Ergebnis, vor allem beim Immobilien- und Bauträgergeschäft sowie die künftige Personalausstattung. Hier konnte Gaisbauer beruhigen: „In Aulendorf wird sich hier nicht viel verändern, den Kunden bleiben die Ansprechpartner erhalten. Kein Mitarbeiter braucht um seinen Arbeitsplatz bangen“. Da zur Abstimmung zum Fusionsvertrag auch erteilte Stimmenvollmachten vorhanden waren, konnte Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Marquart  als Versammlungsleiter das Ergebnis mit 175 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen bekanntgeben. Die anwesenden Mitglieder quittierten dieses überzeugende Votum mit anhaltendem Beifall. Gemeinderat Franz Thurn lobte ausdrücklich, dass mit dieser Fusion die seit 120 Jahren bestehende Aulendorfer Raiffeisenbank als einzige Bank mit Sitz am Ort erhalten bleibe.

Nach einer einstimmig erteilten Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat folgte die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern. Es wurden die bisherigen Räte Edgar Raisch und Stefan Weinfurter für eine weitere Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt. Für Hubert Ermler, welcher mit Wirkung vom 17. Juni 2021sein Amt als Aufsichtsrat der Bank niedergelegt hat, wurde Marina Neher ebenfalls einstimmig gewählt. Die nach Zustimmung der Mitglieder der Raiffeisenbank Bad Schussenried fusionierte Bank zählt dann 5085 Mitlieder, beschäftigt 72 Mitarbeiter und hat eine Bilanzsumme von 340 Millionen Euro.

 

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Von links: Bruno Boos und Reinhold Rehm, Vorstände der Raiffeisenbank Bad Schussenried; Norbert Gaisbauer und Alfred Eiberle, Vorstände der Raiffeisenbank Aulendorf.

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